, Herren 3 (Tobi)

Mangelhaftes Fundament in Interlaken

Wir begannen das Spiel mit guter Laune und voller Zuversicht. Bereits der erste Ball schlugen die Gegner ins Out. Ohne Kenntnis des Schiedsrichters berührte der Ball vorher jedoch eine unserer Hände. Fair wie wir sind, gaben wir dies natürlich sofort zu und setzten den Grundstein – so unsere Hoffnung - für ein Spiel auf freundschaftlicher Basis. Unseren geschenkten Vorsprung nutzen die Gegner, um fast 10 Punkte davonzuziehen. Mit der Zeit gewöhnten wir uns an die Höhenluft und kämpften uns zurück ins Spiel. Heroisch entschieden wir den ersten Satz doch noch zu unseren Gunsten. Einige dachten zu diesem Zeitpunkt wohl schon der Kuchen sei gegessen, das Fleisch durchgegart beziehungsweise der Tofu gepresst. Die Gegner legten jedoch noch zu. Mit einem Gemisch aus starken Angriffen über die Mitte, unberechenbaren Bällen über die Aussenangreifer und einer unermüdlichen Defensivarbeit machten sie uns das Leben schwer und entschieden den zweiten Satz für sich. Im dritten Satz reichte dies jedoch nicht mehr aus. Sie nutzen den Heimvorteil, ein drittes Time-out und kurze (1-4 Sekunden) Erholungsaufenthalte im Netz, um uns zuzusetzen. Es zeigte sich jedoch, dass unser zu Beginn gesetztes Fundament nicht stabil genug war. Jedenfalls wollte trotz schwerer Beben des Netzes niemand das Netz berührt haben. Lieber beklagten sich einzelne Gegner lautstark beim Schiri wegen angeblichen Fehlentscheiden. Es folgte ein Abnützungskampf mit starken und schwachen Phasen auf beiden Seiten. Der dritte Satz ging an den Gegner, den vierten Satz konnten wir gewinnen. Zum Schreck der Zuschauer*innen, die wohl grösstenteils direkt anschliessend noch einen Match in dieser Halle hatten, zog sich das Spiel also nun in die Länge und wir müssten in einen fünften Satz. Durch einige unglückliche Bälle verloren wir den Entscheidungssatz leider. Immerhin lohnte es sich für die lange Spielzeit so weit zu fahren. Fazit: Irren ist menschlich und im Seegebiet braucht es sehr stabile Fundamente.

Interlaken – Münchenbuchsee, 3:2 (22:25; 25:22; 25:18; 22:25; 15:11)