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Die Champagnerkorken knallen nach dem Matchball – Münchenbuchsee hat sein Heimspiel gegen die Appenzeller Bären 3:1 gewonnen. Zum dritten Mal in der 34-jährigen Klubgeschichte steigt der Berner Vorortsklub in die NLA auf. Stefan Nüesch, mit 24 Gewinnpunkten überragender Aussenangreifer in der Bodenackerhalle, tanzt Ringelreihen mit Captain Fabio Zulauf; beide tragen Aufsteiger-T-Shirts. «Nachdem wir vor einer Woche gegen Amriswil II verloren und damit den NLB-Meister-Titel vergeben hatten, wollten wir gegen die Bären etwas gutmachen», sagt Nüesch. Der Aufstieg sei ein schöner Trost, ergänzt der 24-jährige Student. Buchsis Führungsspieler freut sich auf das NLA-Abenteuer. «Als Teamleader werde ich gegen starke Gegner häufig zum Einsatz kommen. Das ist mit Blick auf ein mögliches Aufgebot für die A-Nationalmannschaft wichtig», sagt der zweimalige U21-Schweizer-Meister im Beachvolleyball. Nüesch, der ehemalige Münsinger NLA-Spieler, wird im April mit dem B-Kader von Swiss Volley ins Trainingslager einrücken. Bleibt Trainer Wüthrich? Jürg Wüthrich, 37, schmunzelt, als er das Wort Erfolgstrainer hört. «Ich habe elf für NLB-Verhältnisse überdurchschnittlich begabte Volleyballer im Kader. Ich musste nur die vorhandene Stärke bündeln und die Auswechselspieler bei Laune halten», sagt Münchenbuchsees Teamchef. Der Burgdorfer Lehrer gibt zu, dass es mitunter Reibungspunkte gegeben hatte. Als Newcomer sei es eine Herausforderung gewesen, ein derart verschworenes Team wie Buchsi zu führen. Er sei froh gewesen, dass ihm sein deutscher Assistent Ronald Triller (220 Länderspiele, 126 DDR) jeweils den Rücken gestärkt habe. Zwei Wochen will sich Wüthrich Zeit lassen, um über seine sportliche Zukunft zu entscheiden. «Ich will wissen, ob das Team hinter mir steht und bereit ist, künftig mehr im physischen Bereich zu trainieren.» Ausser Passeur Michael Müller, der kürzertreten will, steht bisher noch kein Abgang fest – aber auch noch keine Verstärkung. Da Buchsi nicht München ist, kann der Aufsteiger nicht mit einem hohen Budget wie der FC Bayern operieren. Von 20000 auf 30000 Franken werde der Etat angehoben, sagt Präsident Urs Kolb. Einen Profi könne sich der Verein nicht leisten. Wie aus dem Umfeld des Klubs zu vernehmen ist, laufen Gespräche mit möglichen Zugängen. So kursieren die Namen von Philipp Reinmann (Lausanne), Ex-Passeur des Nationalteams, Michel Kertai, Samuel Büschi (Münsingen) sowie Gustavo Meyer (Näfels).Thomas Wälti