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Aufstiegsrunde ahoi!

In der Aufstiegsrunde der NLB spielen die drei besten Teams der NLB Ost sowie der NLB West gegeneinander. Nach der Qualifikationsrunde werden sämtliche Spiele und Punkte gelöscht, es beginnt wieder alles von vorne. Wer die Aufstiegsrunde als Erster beendet steigt - sofern gewünscht - direkt in die Nationalliga A auf. Der Zweitplatzierte darf ein Relegationsspiel um das letzte NLA-Ticket gegen das 7.platzierte Team der NLA bestreiten. Die Teams auf den Plätzen 3-6 verbleiben in NLB ohne Auf- resp. Abstiegsmöglichkeiten. In dieser Spielzeit kommen für einen möglichen Aufstieg in die NLA allerdings nur vier von sechs Teams in Frage, denn die Teams Lausanne UC II und TV Amriswil II haben bereits eine Mannschaft in der NLA und daher kein Aufstiegsrecht. In der Westgruppe haben sich neben Lausanne noch Schönenwerd und eben das Herren 1 des VBC Münchenbuchsee für die Aufstiegsspiele qualifiziert. In der Ostgruppe schnuppern neben Amriswil die Appenzeller Bären sowie Schaan Galina - der liechtensteinische Vertreter - Höhenluft.

Jubelt das Team auch in der Finalrunde?
 

Die Unbekannten: Ostschweizer Höhenluft?

Die drei besten Teams der NLB Ostgruppe sind für das Herren 1 des VBC Münchenbuchsee die grossen Unbekannten in den kommenden Aufstiegsspielen. Einige Fakten aber auch Gerüchte lüften wir an dieser Stelle: Der Sieger der Qualifikation der Ostgruppe heisst TV Amriswil II. Die "säg nöd Öpfelsaft - säg OBI"-Thurgauer spielen seit Jahren an der NLB-Spitze mit. Dies verdanken sie einerseits der guten Juniorenförderung als auch den routinierten Spielern in ihren Reihen. In der Finalrunde schneiden sie für gewöhnlich jedoch schlechter ab als in der Qualifikation, vielleicht, weil das Team (wie geschildert) keine Aufstiegsmöglichkeiten hat. Zu den Zugpferden gehören besonders die bekannten Marcel Gscheidle (Spielertrainer) und Boris Zeller. Das zweite Team aus dieser Gruppe kommt aus Liechtenstein: VBC Galina hat sich ebenfalls souverän für die Finalrunde qualifiziert, erwiesen sich dabei allerdings als Meister der knappen Spiele. Bei ihnen dürfte man vor allem Spielertrainer Ralf Petzold sowie den Beachvolleyballer Matthias Wachter kennen. Als drittes und letztes Team - und dies nur hauchdünn - qualifizierten sich die Appenzeller Bären für die Aufstiegsspiele. Es ist davon auszugehen, dass der Aufsteiger aus der 1.Liga in der Aufstiegsrunde hartes Brot essen muss. Beim ehemaligen NLA-Vertreter lastet der Erfolg vor allem auf den Schultern von Spielertrainer Sascha Messmer und Angreifer Walter Regli. Insgesamt darf man auf diese drei Teams sehr gespannt sein, sie werden sicherlich etwas frische Luft in die Buchsi-Halle mitbringen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob diesen Teams beim Versuch die Bergspitze zu erklimmen nicht die Luft ausgeht?!

Höhenluft - nicht jedermanns Sache
 

Die Bekannten: TV Schönenwerd und LUC II

In der Gruppe des "Buchsi"-Teams hat sich der TV Schönenwerd überlegen für die Finalrunde qualifiziert. Sie zählen denn auch zu den grossen Favoriten im Bezug auf den Aufstieg respektive der NLB-Meisterschaft. Das bereits starke Team hat sich auf die Finalrunde zu noch mit Benny Beyeler - einem gestandenen NLA und NLB Volleyballer - verstärkt, und ist nun auf jeder Position sehr gut besetzt. Einzig die etwas knappe Ersatzbank dürfte den Solothurnern zu denken geben. Trotzdem: Mit nur einer Niederlage und total 10 Satzniederlagen aus vierzehn Spielen sind die Schönenwerder in jeder Partie die Favoriten, welche es zu schlagen gilt. Das Team aus Lausanne ist schwierig einzuschätzen. Dass Talent und Potenzial vorhanden sind steht ausser Frage, doch der jungen Mannschaft fehlt es an Routine und Konstanz, weshalb sie eher Aussenseiter sind im Kampf um die Krone. Allerdings können sie ein einzelnes Spiel gegen jeden Gegner gewinnen, so viel steht fest. Da sie nicht aufsteigen können ist jedoch unklar, ob die Motivation bis zum Saisonende ausreichen wird.

Mit bekannten Stärken gegen starke Bekannte
 

Und der VBC Münchenbuchsee?

Die Berner haben sich relativ souverän für die Aufstiegsrunde qualifiziert, insgesamt resultierten aus vierzehn Spielen lediglich drei Niederlagen. Zuhause blieb das Team gegen sämtliche NLB-Vertreter ungeschlagen. Anzumerken gilt es hier sicherlich, dass das Team um Jürg Wüthrich und Ronald Triller mit dem Schweizer Cup bis heute eine Doppelbelastung zu verkraften hatte. Dies machte sich wohl weniger physisch als eher im mentalen Bereich spürbar: Zwei der drei Niederlagen in der Qualifikation resultierten just einen Tag vor wichtigen Cupspielen (Achtelfinal gegen Laufenburg [NLA] und Halbfinal gegen Lugano [NLA]). Nach der knappen Niederlage im Halbfinal gegen Lugano kann sich das Team wieder voll auf die Meisterschaft konzentrieren, dies ist sicherlich eine gute Ausgangslage. Was ebenfalls positiv stimmt ist die Tatsache, dass man die souveränen Schönenwerder in zwei von drei Spielen bezwingen konnte (3:1 im Meisterschafts-Heimspiel und 3:0 im Cup-Sechzehntelfinale). Die grössten Stärken des Teams bestehen jedoch in der grossen Routine fast sämtlicher Spieler sowie einem grossen und sehr ausgeglichenen Kader. Um die Ziele der Berner vorsichtig auszudrücken: Das Team will versuchen jedes Spiel zu gewinnen. Klar, welches Team schon nicht?! Entscheidend wird wohl die mentale Bereitschaft des Buchsi-Fanionteams. Will das Team, so ist ihnen alles zuzutrauen. Stellen sich hingegen Überheblichkeit, "laisser-faire" oder gar Langeweile ein, so muss damit gerechnet werden, dass (vor allem Auswärtsspiele) zu heiklen Gratwanderungen werden könnten. Los gehts morgen Samstag, 20.00 Uhr in der Sek.Halle Münchenbuchsee gegen den VBC Galina. Über zahlreiche und lautstarke Unterstützung freut sich das Team!!

Ob elegant oder kraftvoll, Hauptsache erfolgreich!